Teichfische: Fit fürs Frühjahr
Die Sonnenstrahlen gewinnen an Kraft, hier und da sprießt schon frisches Grün und kündigt den Beginn des Frühlings an. Und wie geht es den Fischen im Teich? Die Fische erwachen langsam aber sicher aus der Winterruhe. Sie fangen an, lebhaft herumzuschwimmen und Futter zu fordern, da die Verdauung langsam wieder in Schwung kommt. Allerdings ist ihr Immunsystem durch die kalten Wintertemperaturen nicht besonders aktiv oder sogar geschwächt. Welche Pflegemaßnahmen deshalb besondere Beachtung finden sollten und wie wichtig die Fütterung ist, erfahren Sie hier.
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Zurück in den Gartenteich
Gerade bei kleineren Gartenteichen oder welchen mit zu geringen Wassertiefen, überstehen die Fische den Winter am besten, wenn man sie im Haus oder in anderen frostfreien Räumlichkeiten überwintern lässt. Bestimmte Goldfischzuchtformen sind generell nicht winterfest und sollten daher immer drinnen überwintern.

Wenn sich die Wassertemperatur des Gartenteichs schließlich konstant im wärmeren Bereich befindet (möglichst über 10°C), ist es dann endlich soweit: Die Fische können wieder zurück in den Teich gesetzt werden. Doch vorher sollten Sie Ihren Fischen Zeit lassen, sich an die Teichwassertemperatur des Gartenteiches zu gewöhnen. Füllen Sie dazu schrittweise einen Teil des Teichwassers in das Behältnis, indem Ihre Fische überwintert haben. Dadurch können sich sowohl Wassertemperatur als auch Wasserparameter langsam angleichen. Ihre Fische gewöhnen sich so ganz ohne Stress an die veränderten Bedingungen und können schließlich zurück in den Gartenteich gesetzt werden.
Überwinterung im Gartenteich
Haben Ihre Tiere im Gartenteich überwintert? Sobald Ihre Fische wieder aktiv geworden sind, ist ein guter Zeitpunkt für eine Bestandskontrolle. Sie können sich jetzt schon einen Überblick verschaffen, was in der nächsten Zeit an notwendigen Pflegemaßnahmen im und am Teich ansteht. Dazu gehören zum Beispiel die Pflanzenpflege, die Prüfung der Wasserqualität und auch die Einplanung von Teilwasserwechseln. Auch die Kontrolle von technischen Gerätschaften (Teichfilter, etc.), die im Teich installiert wurden, sollte nicht vergessen werden.
Der Teichfilter
Wenn die Wassertemperaturen steigen, ist ein guter Zeitpunkt, um den Teichfilter wieder in Betrieb zu nehmen. Da der Filter ja bereits vor Einbruch des Winters gereinigt wurde, müssen im Frühjahr nur noch elektrische Funktionen geprüft werden, bevor das Filtersubstrat eingefüllt und der Filter wieder gestartet wird. Die biologische Filterung wird jedoch noch nicht sofort einwandfrei funktionieren, denn die Filterbakterien benötigen bei den noch kühlen Temperaturen eine längere Zeit, das Substrat zu besiedeln und aktiv zu werden.
Wasserwerte kontrollieren
Die Gesundheit Ihrer Fische hängt vor allem von der Wasserqualität ab. Testen Sie darum regelmäßig die Wasserwerte im Gartenteich. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, sollten Sie vor allem Ammoniak- und Nitrit-Werte regelmäßig überprüfen, da die biologische Filterung erst langsam in Schwung kommt und die die Fische wieder gefüttert werden.

Testen Sie auch die übrigen wichtigen Wasserwerte, wie zum Beispiel die Karbonathärte und den pH-Wert. Sollten sich diese Werte im kritischen Bereich befinden, ist ein großer Teilwasserwechsel dringend notwendig. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Wasserwerte im Gartenteich.

Teilwasserwechsel – ja oder nein?
Unabhängig von Teilwasserwechseln, die Sie aufgrund schlechter Wasserwerte machen, ist spätestens im Frühjahr ein größerer Teilwasserwechsel dran. Die Wasserqualität verschlechtert sich nämlich zwangsläufig im Winter - selbst bei guter Wintervorbereitung im Herbst. Größere Teilwasserwechsel sind also nicht nur eine wichtige Pflegemaßnahme für das Frühjahr, sondern auch der richtige Startschuss für das gesamte Gartenteichjahr.
Der Fisch und sein Immunsystem
Unsere Gartenteichfische gehören meist zur großen Gruppe der Karpfenfische. Viele von ihnen, besonders der Koi, haben ein naturgegebenes „Problem“: Bei tiefen Temperaturen funktioniert ihr Immunsystem nur eingeschränkt. Da die Fische im Winter von ihren Ressourcen zehren müssen, hat sich auch ihre Kondition verschlechtert. Deshalb sind sie bei steigenden Wassertemperaturen im Frühjahr anfälliger für Fischkrankheiten. Die beste Vorsorge für gesunde Fische im Frühjahr ist deshalb die richtige Konditionierung im Herbst.
Fischkrankheiten
Unsere Teichfische sind im Frühjahr besonders anfällig für Fischkrankheiten. Vor allem parasitäre und bakterielle Infektionen treten jetzt häufiger auf. Kontrollieren und beobachten Sie Ihre Fische deshalb genau, um schnellstmöglich und gegebenenfalls unter fachmännischer Beratung eingreifen zu können. Warnsignale sind: Apathische Fische nachdem die Wassertemperaturen angestiegen sind, Fische mit Wunden oder Entzündungen an Haut und Flossen, ein gräulicher Belag der Schleimhäute und eine unnatürliche Atmung.

Wenn Sie weiße Pünktchen oder watteähnliche Verpilzungen am Körper der Fische sehen, müssen Sie ebenfalls schnell reagieren. Im Fachhandel gibt es entsprechende, gut verträgliche und wirksame Arzneimittel, die in solchen Fällen entsprechend der Gebrauchsanweisung eingesetzt werden müssen. Doch beachten Sie, dass selbst das beste Arzneimittel auf Dauer nicht helfen kann, wenn den Fischen durch entsprechende Pflege nicht die besten Umweltbedingungen geboten werden.
Fütterung und Futter
Sobald die Temperaturen steigen und Ihre Fische wieder aktiv werden, können Sie mit der Fütterung beginnen, da sie kaum mehr körpereigene Reserven haben. Sind die Wassertemperaturen noch unter 10°C sollten Sie Ihren Fischen Spezialfutter geben: Weizenkeim-Futter ist zum Beispiel leicht verdaulich und bekommt den Fischen besonders gut, da ihr Stoffwechsel jetzt erst langsam anläuft. Fangen Sie außerdem vorsichtig mit der Fütterung an, damit keine Futterreste im Teich verbleiben. Mit dieser konditionssteigernden Fütterung im Frühjahr (und ebenso im letzten Herbst) starten Ihre Fische in ein gesundes Gartenteichjahr.
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AUTOR: Tetra GmbH
ERSTELLT AM: 17.01.2017