Schwebealgen färben Teichwasser grün

Eben war das Teichwasser noch schön klar und schon ein paar Tage später: Schwebealgen färben das Teichwasser grün. Erfahren Sie hier, warum gerade belastete und frisch angelegte Teiche gerne mal grünes Teichwasser haben und was Sie dagegen tun können.

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Grünes Teichwasser: Neuangelegter Gartenteich
Grundsätzlich gilt: einen ganz klaren Teich gibt es eigentlich nicht. Wenn die Färbung allerdings so stark wird, dass man nur noch wenige Zentimeter weit sehen kann – man also eine regelrechte „grüne Suppe“  im Garten hat – liegt vermutlich eine Algenplage vor.

Ein solch grünes Teichwasser kann gerade bei frisch angelegten Teichen zeitweise kein ungewöhnlicher Anblick sein. Besonders am Anfang, wenn das biologische System noch nicht eingefahren und aufeinander abgestimmt ist, können Schwebealgen sehr schnell überhand nehmen.

Schwebealgen färben Teichwasser grün - warum ist das so? Die meist mikroskopisch kleinen Algen betreiben Photosynthese. Dafür enthalten sie grünes Chlorophyll und das sorgt letztlich für das grüne Teichwasser.
Schwebealgen färben Teichwasser grün: Tierische Abhilfe

Natürliche Algenfresser wie Hüpferlinge oder Wasserflöhe fressen Schwebealgen. So können diese kleinen Tierchen bei der Algenvernichtung helfen – aber mehr leider auch nicht. Übrigens: Kleinkrebse sind nicht nur Algenfresser und selbst ein gutes Naturfutter für Fische. Sie zeigen auch eine gute Teichökologie an.

Doch nicht nur Hüpferlinge oder Wasserflöhe sollen im Kampf gegen Algen helfen: Auch Silberkarpfen und Teichmuscheln werden manchmal bei der Bekämpfung von Schwebealgen empfohlen und eingesetzt. Wunder darf man dabei allerdings nicht erwarten. Hinzu kommt außerdem, dass man sich andere Probleme schafft, denn Silberkarpfen können eine Größe von rund einem Meter erreichen und sind damit für die meisten Gartenteiche viel zu groß.
Schwebealgen färben Teichwasser grün: Zu viele Nährstoffe
Ein zu hoher Fischbesatz, eine zu starke Fütterung, minderwertiges Futter oder eine mangelnde Teichhygiene und Missmanagement können dazu führen, dass der Gartenteich mit Nährstoffen „überversorgt“ und das Wachstum von Algen begünstigt wird. Befinden sich, wie gerade bei kälteren Temperaturen üblich,  zu wenige Unterwasser- und Uferpflanzen im Gartenteich, die diese Nährstoffe ebenfalls verwerten würden, wird damit bereits eine Grundlage für eine Algenplage gelegt. Man spricht auch von Nährstoffkonkurrenz.

Die mitunter wichtigste Vorsorge gegen Schwebealgen ist, sowohl den Fischbestand als auch die Futtermenge unter Kontrolle zu haben und hochwertiges Futter zu füttern. Wichtig ist darüber hinaus auch, die Grundprinzipien einer guten Teichpflege zur beachten. Auf lange Sicht heißt es dann nicht mehr so schnell: Schwebealgen färben das Teichwasser grün.

UV-Filter gegen grünes Teichwasser
Bei einer Algenplage durch Schwebealgen kann der Einsatz eines UV-Klärers sinnvoll sein, umgangssprachlich auch UV-Filter genannt. Diese werden üblicherweise einer Teichfilteranlage vorgeschaltet. Es werden allerdings nur die Schwebealgen vernichtet, die von der Gartenteichpumpe angesaugt und durch den UV-Klärer geleitet werden. Deshalb ist deren Position im Teich entscheidend. Außerdem sollte der Klärer nicht dauerhaft eingesetzt werden.
Schwebealgen vorbeugen
Wer langfristig Algenplagen, wie grünes Teichwasser vermeiden möchte, sollte Wert auf eine gute Wasserqualität legen, rechtzeitig Teilwasserwechsel und Entschlammungen durchführen sowie den Fischbesatz und die Fütterung unter Kontrolle halten. Mehr zum Thema Gartenteichpflege lesen Sie hier.
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AUTOR: Tetra GmbH
ERSTELLT AM: 02.02.2017