Laub im Aquarium: Nützliche Zierde
Eine der schönen Seiten des Herbstes ist ganz klar das viele bunte Herbstlaub. Auch im Aquarium kann Blattwerk dekorativ und gleichzeitig nützlich sein – wenn man ein paar Dinge dabei beachtet.
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Eigentlich liegt der Gedanke nahe, auch mal ein wenig Laub in sein Aquarium zu geben, denn: In der Umgebung vieler Süßwasserfischarten sind am Wassergrund liegende Blätter ein natürlicher Bestandteil ihres Lebensraums. Auf ihnen gedeihen zum Beispiel Algen, die gerne abgeweidet werden. Manche Garnelenarten tun sich auch direkt an den sich zersetzenden Blättern gütlich oder füttern den dort nach einiger Zeit entstehenden Aufwuchs. Ebenfalls praktisch: Zur Strukturierung des Bodengrundes, etwa als Versteck- und sogar als Laichmöglichkeiten für die Wasserbewohner, kann Laub wertvolle Dienste leisten.

Nur trockenes Laub sammeln

Doch nicht jedes hübsche Blatt, das man findet, sollte ins Wasser geworfen werden. Zum einen sollten es wirklich trockene Blätter sein, die zum Beispiel frei von Pilzen oder Verschmutzungen sind. Auch wenn sich die Blätter bereits zersetzen, wandern sie nicht ins Sammelkörbchen. Wählen Sie außerdem die Stelle, an der Sie sammeln, mit Bedacht. In der Nähe von großen Straßen oder wo Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, lassen Sie die Blätter lieber links liegen.

Sicherheitshalber können Sie das Laub fürs Aquarium daheim noch etwas nachtrocknen lassen. Breiten Sie es dafür an einer trocknen und am besten auch warmen Stelle aus. So lassen sich problemlos größere Mengen Blätter für eine längere Lagerung bis zu einem Jahr haltbar machen. Wenn es schnell gehen soll, können Sie das Laub auch im Backofen bei circa 50 Grad trocknen.

Laub im Aquarium

Wer das Laub ins Aquarium gibt, wird feststellen, dass es hartnäckig oben schwimmt. Entweder man bewässert das Laub vor dem Einsatz ausgiebig, oder man klemmt es erst einmal mit Ästen oder Steinen am Boden fest. Nach einigen Tagen hat es seinen Auftrieb verloren. Ihre Aquarienbewohner werden das Laub auch schon vorher neugierig erkunden. 

Buchen- und Eichenlaub

In unseren Breitengraden eignet sich vor allem Buchen – und Eichenlaub gut für das Aquarium. Hintergrund ist, dass es sich langsam zersetzt. Außerdem enthält es kaum Stoffe, die zum Beispiel das Wasser des Aquariums verfärben.

Walnussbaumlaub und weitere Arten

Walnussbaumlaub werden antibakterielle und pilzhemmende Eigenschaften nachgesagt. Zudem sollen davon freigesetzte Stoffe das Immunsystem der Fische positiv beeinflussen. Darüber hinaus eignen sich die Blätter von Ahorn, Kastanie und auch Birke als Laub im Aquarium.

Laub wieder entfernen

Nach und nach zersetzt sich das Laub im Aquarium. Wer aus optischen Gründen nicht so lange warten möchte, bis sich die Blätter vollständig zersetzt haben, kann das Laub natürlich problemlos aus dem Aquarium entfernen. Wenn Sie die Reste der Zersetzung vom Boden entfernen wollen, ist besondere Vorsicht geboten: Nicht, dass sich darin kleine Tiere wie zum Beispiel Garnelen befinden. Behalten sie auch die Wasserwerte stets im Blick – gerade dann, wenn Fremdkörper in das Aquarium eingebracht werden.

AUTOR: Tetra GmbH
ERSTELLT AM: 15.11.2016