Fragen rund um Aquarienpflanzen
Schöne Wasserpflanzen sind nicht nur Deko, sie erfüllen auch wichtige Aufgaben hinsichtlich der Wasserchemie. Zumindest, wenn es ihnen gut geht. Die gängigsten Fragen und Antworten, wie Sie Ihre Aquarienpflanzen gesund halten, haben wir Ihnen hier zusammengefasst.
Woran erkenne ich beim Kauf gesunde Pflanzen?

Beim Erwerb Ihrer Wasserpflanzen halten Sie am besten die Augen nach kräftigen Exemplaren offen, die reichlich beblättert sind und keine braunen oder zerrissenen Blätter haben. Zudem sollten keine sichtbaren Algen auf den Pflanzen zu sehen sein. Kontrollieren Sie auch die Wurzeln, die immer kräftig sein sollten. Bedenken Sie, dass beim Kauf von Wasserpflanzen das gleiche gilt wie bei Zimmerpflanzen: Qualität hat oft auch ihren Preis.

Müssen Wasserpflanzen nach dem Kauf in Quarantäne?
Mit neuen Wasserpflanzen kann man sich schnell eine Schnecken- oder Süßwasserpolypen-Plage ins Aquarium holen. Pflanzenkauf ist deshalb auch Vertrauenssache. Achten Sie beim Händler darauf, dass die Aquarienpflanzen möglichst nicht aus fischbesetzten Aquarien stammen geschweige denn, dass sich dort Schnecken tummeln. So vermeiden Sie das Einschleppen unliebsamer Gäste.  Aus diesem Grund können auch solche Pflanzen empfehlenswert sein, die pflanzfertig  in Kunststoffbehältnissen als Regalware angeboten werden.
Muss ich etwas beachten, wenn ich neue Pflanzen einsetze?

Zum einen sollten Sie die Pflanzenwurzel komplett vom Substrat befreien, in dem sie verkauft wurde. Unter temperiertem, fließendem Wasser, eventuell mit Hilfe einer Gabel, lässt sich das in der Regel gut bewerkstelligen. Dann bekommen die Pflanzenwurzeln einen leichten Beschnitt. Der Grund: Mit gekürzten Wurzeln wachsen die Pflanzen besser in den neuen Bodengrund ein. Sie werden dann kräftiger. Beim Einsetzen selbst die Pflanzen erst etwas zu tief in das Substrat stecken, dann wieder ein Stück herausziehen – hilfreich kann dabei eine Pflanz-Pinzette sein. So stellen Sie sicher, dass die Wurzeln schon in die richtige Richtung zeigen und die Pflanzen gut verankert sind.

Welche Aquarienpflanzen sind schnellwachsend?

Es gibt einige Arten von Aquarienpflanzen, die schnellwachsend sind. Dazu zählen zum Beispiel das „Südliche Fettblatt“ (Bacopa australis), die „Karolina-Haarnixe“ (Cabomba caroliniana), einige Echinodorus-Arten oder auch der „Falsche Wasserfreund“. Mehr zu empfehlenswerten Pflanzen, zu denen auch einige schnellwachsende zählen, lesen Sie in unserem Artikel über die beliebtesten Aquarienpflanzen.

Wieviel Dünger brauchen die Wasserpflanzen?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort, denn der Bedarf hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Aquariengröße gehört dazu zum Beispiel der Besatz, die Art der Bepflanzung, aber auch, ob im Bodengrund Dünger mit eingearbeitet wurde etc.. Grundsätzlich sollte man zwar regelmäßig düngen, aber bei der Dosierung die Angaben des Herstellers beachten, um Überdosierungen zu vermeiden. Fragen Sie im Fachhandel, welche Dünger für Ihre Aquarienpflanzen am besten geeignet sind. Eine weitere Option ist es zum Beispiel verschiedene Pflanzen zu verwenden, die Nährstoffmängel lange vor anderen anzeigen. „Wasserfreunde“ ´tun dies, indem sie bei Kaliummangel kleine Löcher in den Blättern aufweisen.

Bekommen Aquarienpflanzen Krankheiten?

Blattverfärbungen, glasige Blätter oder andere Symptome lassen manche denken, ihre Aquarienpflanzen hätten eine Krankheit. Normalerweise sind es aber keine Krankheiten in dem Sinne, dass ein Schädling, sei es Pilz, Bakterium oder Virus, die Pflanze befallen hat. Vielmehr zeigen die Pflanzen ihr Unwohlsein an ihren Blättern und dem Wuchs. In den allermeisten Fällen wird das durch falsche Wasserwerte (Temperatur, pH-Wert, Härte), schlechte Lichtbedingungen, Nährstoffmangel oder –überschüsse hervorgerufen.

Warum haben die Blätter meiner Pflanzen Löcher?
Löcher in den Blättern können verschiedene Ursachen haben. Manche Fische, zum Beispiel Harnischwelse, fressen auch gerne Pflanzen. Es kommt zum sogenannten Gitterfraß, bei dem das Gerüst des Blattes stehenbleibt. Auch Schnecken können Löcher in die Pflanzenblätter fressen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Pflanze unter einem  Nährstoffmangel (zum Beispiel Stickstoff oder Kalium) leidet und das Gewebe der Blätter punktuell abstirbt. Eine Wasseranalyse bringt hier Klarheit, welcher Nährstoff fehlt und mit was für einem Dünger nachgeholfen werden sollte.
Meine Aquarienpflanzen werden braun?

Verändern sich die Farben der Blätter, werden sie entweder hellgrün, braun oder gelb, weist das oft darauf hin, dass den Pflanzen Nährstoffe fehlen. Mit welchem Farbwechsel sie das anzeigen, kann dabei von Art zu Art aber auch abhängig vom Nährstoff unterschiedlich ausfallen. Eisenmangel sieht man zum Beispiel oft daran, wenn schon bei neu gebildeten Blättern die Farben verblassen. Bei Stickstoffmangel wird der Mangel dagegen eher an den alten Blättern sichtbar, sie werden braun und sterben ab. Düngen Sie entsprechend nach.

Die Blätter meiner Wasserpflanze wirken deformiert – woran liegt das?
Überprüfen Sie vorsichtshalber den pH-Wert in Ihrem Aquarium. Mit zu hohen Werten kommen viele Wasserpflanzen nicht gut zurecht. Das bedeutet, dass ihre Fähigkeit Nährstoffe aufzunehmen, behindert wird. Ist das bei Ihnen der Fall, müssen Sie die Wasserwerte ändern, oder aber auf diese Wasserpflanzenart verzichten.
Auf den Pflanzen wächst eine schmierige, schwärzliche Schicht – was ist das?
Sehr wahrscheinlich haben Sie es hier mit Blaualgen zu tun. Sie können ein lästiges Problem in Aquarien sein. Bei einem starken Algenüberzug können die Blätter der Aquarienpflanzen keine Fotosynthese mehr betreiben. Zum anderen können Blaualgen Giftstoffe ins Wasser abgeben, die die Fische in Mitleidenschaft ziehen. Blaualgen gedeihen vor allem, wenn zu viele Nährstoffe im Wasser enthalten sind oder wenn der Bodengrund schlecht gepflegt ist, zum Beispiel wenn er stark vermulmt ist. Generell sollte einem Blaualgenwachstum durch entsprechende Wasser- und Bodengrundpflege vorgebeugt werden. Bei akutem Befall kann es hilfreich sein, das Aquarium für einige Tage unbeleuchtet zu lassen. Jede Bekämpfungsmaßnahme muss aber immer von größeren Teilwasserwechseln und womöglich auch von größeren Bodengrundreinigungen außer der Reihe begleitet werden.
Warum ist eine Wasserpflanze so hell geworden, obwohl die Wasserwerte alle stimmen?

Ihre Wasserpflanze hat sicher keinen Nährstoffmangel? Wenn Sie das ausschließen können, gibt es noch eine ganz andere, relativ einfach Erklärung: Sie könnte zu wenig Licht bekommen. Je nach Pflanzenart sind die Ansprüche an die Beleuchtung sehr unterschiedlich. Während die einen Pflanzen auch sehr gut mit „schummrigem“ Licht zurechtkommen, brauchen andere starke Lichtwerte. Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung mit den richtigen Lichtfarben und der richtigen Leuchten-Art. Nach einer gewissen Brenndauer müssen zum Beispiel Leuchtstoffröhren ausgetauscht werden, weil sich mit der Zeit deren Lichtfarbe verändert.

Warum wachsen meine Wasserpflanzen so gedrungen, obwohl es eigentlich hochwachsende Arten sind?

Auch dieses Problem kann mit den falschen Lichtwerten bei der Beleuchtung zusammenhängen. Ein zu hoher Blauanteil kann zu gedrungenem Wuchs führen, genauso wie zu hochgeschossene Pflanzen von einem zu hohen Rotanteil verursacht werden können. Um hier die richtige Balance zu halten, verwenden Sie auf jeden Fall nur spezielle Aquarienleuchten.

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AUTOR: Tetra GmbH
ERSTELLT AM: 01.03.2017