Fischkrankheiten

Trotz guter Pflege kann es passieren, dass sich Fischkrankheiten ins Aquarium einschleichen. Oft werden diese durch neue Fische eingeschleppt. Hier erfahren Sie alles Wichtige über Fischkrankheiten, Aquarien-Hygiene und den richtigen Gesundheitscheck beim Kauf. Erfahren Sie hier außerdem mehr über die häufigsten Fischkrankheiten.

Ursachen für Fischkrankheiten
Schlechte Haltungsbedingungen, also minderwertiges Futter, schlechte oder unpassende Wasserwerte und eine nicht artgerechte Haltung können das Immunsystem von Fischen schwächen. Aber auch sozialer Stress macht die Tiere anfälliger: Wenn beispielsweise zu viele Bewohner im Aquarium sind oder ein Fisch von anderen besonders „gepiesackt“ oder unterdrückt wird. Auch Balz und Fortpflanzung können Männchen und Weibchen belasten.

In vielen Fällen kann man sich die Probleme mit Fischkrankheiten durch Parasiten und bakterielle Infektionen bei Neubesatz von Fischen ins Aquarium holen. Umso wichtiger ist es, die Gesundheit der neuen Aquarienbewohner beim Kauf im Auge zu haben. Verhält sich das Tier auffällig? Sind äußerliche Veränderungen sichtbar? Sind alle Flossen unversehrt? Kaufen Sie außerdem Fische am besten vertrauensvoll im Zoofachhandel oder bei anderen sicheren Quellen wie zum Beispiel beim Züchter.

Fischkrankheiten: Quarantäne

Um bei neuen Tieren auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, ein Quarantäne-Becken zu verwenden. Quarantäne bei Aquarienfischen bedeutet eine meist mehrwöchige Haltung in einem separaten Aquarium mit eigenen Gerätschaften, in dem die Fische sehr gezielt beobachtet und behandelt werden können. Das bedeutet aber auch Aufwand. Meist ist eine Quarantäne aber nicht notwendig, wenn Sie Ihre Fische aus einer vertrauenswürdigen Quelle beziehen.

Einzelne Fische aus dem Aquarium zu separieren kann im Krankheitsfall sogar kontraproduktiv sein, da bei den meisten Krankheiten der gesamte Fischbestand behandelt werden muss. Quarantäneaquarien sind deshalb eher etwas für den Zierfischgroß- und Fachhandel sowie Spezialisten. 


Fischkrankheiten früh entdecken

Fischkrankheiten können sich rasch unter den Aquarienbewohnern ausbreiten - auch deswegen sollte ein täglicher Gesundheitscheck der Fische, fester Programmpunkt für Aquarianer sein. Dazu gehört auch, ihr Verhalten zu beobachten.

Fischkrankheiten zeigen sich häufig durch folgende Symptome:

  • Flossenklemmen
  • Untypische Schwimmbewegungen (z.B. hektisch, unkoordiniert)
  • Absondern
  • Apathisches Schwimmverhalten
  • Luftschnappen
  • Fressen wird verweigert
  • Scheuern
  • Heftiges Atmen / Atemnot
  • Fisch wird von anderen Aquarienbewohnern traktiert
  • Ungewöhnlicher Kot (z.B. weiß und fädig oder schleimig-gelartig)
  • untypische Schleimhaut- und Flossenveränderung

Mögliche Warnzeichen sind augenfällige Veränderungen wie etwa Schleimhautbeläge oder –verdickungen, Wunden, Entzündungen oder ausgefranste Flossen. Zeigen Ihre Fische bereits aufgeblähte Bäuche, abstehende Schuppen, Glotzaugen oder großflächige blutunterlaufene Stellen, ist eine Erkrankung in solchen Fällen meist in Zusammenhang mit bakteriellen Infektionen schon (zu) weit fortgeschritten.
Fischkrankheiten behandeln

Eine Fischkrankheit sollte immer zielgerichtet behandelt werden. Von medikamentösen Behandlungen bei völlig unsicherer Diagnose ist abzuraten. Manchmal reicht schon eine Verbesserung der Haltungsbedingungen, damit angeschlagene Fische wieder gesund werden. Für die meisten Krankheiten unserer Aquarienfische gibt es entsprechende Arzneimittel im Zoofachhandel. Wichtig ist dabei, eine möglichst genaue Diagnose zu erstellen. Wenn die einschlägige Literatur dabei nicht weiter hilft, sollten Fachtierärzte zu Rate gezogen werden. In manchen Fällen ist die Ursache der Fischkrankheit eindeutig nur durch mikroskopische oder spezielle Laboruntersuchungen auszumachen.

Alle Arzneimittel und Medikamente  müssen immer entsprechend der Gebrauchsanweisung oder Angaben des Tierarztes angewendet werden. Tipp: Mit Aktivkohle lassen sich die Wirkstoffe in den meisten Fällen nach der Behandlung gut wieder aus dem Wasser entfernen. Zusätzlich empfiehlt es sich in Abständen von zwei bis drei Tagen, wiederholt Teilwasserwechsel durchzuführen.
Fischkrankheiten vorbeugen
Viele Fischkrankheiten lassen sich zwar sicher behandeln, aber natürlich muss die Vorbeugung immer im Vordergrund stehen.

Am besten ist es deswegen, Fischkrankheiten schon im Vorfeld zu vermeiden, indem Sie die Gesundheit Ihrer Tiere stärken. Bei Neuanschaffungen gebührt den folgenden Faktoren ein besonderer Stellenwert: Optimale Wasserqualität, hygienische Bedingungen, artgerechte Haltung und Besatz, die richtige Filterpflege und ausreichend große Aquarien mit entsprechendem Fischbesatz. Probleme mit Fischkrankheiten lassen sich oft durch eine qualitätsbewusste Fütterung mit hochwertigen Markenfuttern und durch die regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte verhindern. 


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AUTOR: Tetra GmbH
ERSTELLT AM: 20.03.2017