Aquariumpflanzen
Zu einem Blickfang im Wohnzimmer werden viele Aquarien nicht zuletzt auch wegen der Aquariumpflanzen. Gesellschaftsaquarien oder Biotopaquarien bieten dabei einen großen Gestaltungspielraum. Doch Unterwasserpflanzen sind mehr als nur reine Deko: Erfahren Sie hier, warum schöne Aquarienpflanzen in Ihrer Unterwasserwelt nicht fehlen sollten und wie Sie sie richtig pflegen! Beachten Sie dabei jedoch, dass beispielsweise Goldfisch- oder Buntbarschaquarien ganz andere Anforderungen an den Pflanzenbesatz haben.
Nützliche Aquariumpflanzen

Kleinblättrig, langblättrig, grün oder eher rötlich, Schwimmpflanzen oder Bodendecker – Aquarienpflanzen  präsentieren sich in einer großen Vielfalt. Mit ihnen setzen Sie optische Akzente und können die Unterwasserbereiche im Aquarium gliedern und strukturieren.

Auch wenn die Unterwasserpflanzen im Aquarium manchmal andere Wuchs- und Erscheinungsformen zeigen als im natürlichen Lebensraum,  schätzen Fische und Garnelen Aquariumpflanzen. Hier können sie sich zum Beispiel verstecken und Eier ablegen.

Bodendecker und Schwimmpflanzen
In vielen Aquarien nutzt man Pflanzen auch zur Strukturierung des Aquariums. Bodendecker und Moose  kommen eher in den Vordergrund, im mittleren Bereich gedeihen halbhohe oder eher buschige Pflanzen und im Hintergrund wiegen sich langblättrige Aquarienpflanzen  in der Strömung. Achten Sie deshalb bei der Auswahl Ihrer Wasserpflanzen auf die Wuchshöhe und -form, die sie erreichen. Darüber hinaus gibt es noch Aquariumpflanzen, die Sie auch dekorativ auf Wurzeln oder Steine aufbinden können oder die sogar frei im Wasser schwimmen. Besonders häufig verwendete Aquariumpflanzen finden Sie in unserem Artikel: Beliebte Aquariumpflanzen.
Aquarienpflanzen und Wasser

Nicht zu unterschätzen ist ein wesentlicher Vorteil im Aquarium: Pflanzen beeinflussen die Wasserchemie. Sie entziehen dem Wasser Nährstoffe wie Nitrat oder Phosphat. Diese Stoffe entstehen unter anderem aus den Stoffwechselendprodukten der Aquarienbewohner.

Gleichzeitig reichern Aquariumpflanzen  das Wasser mit Sauerstoff an, den wiederrum Fische und Co. benötigen. Allerdings machen sie das nur tagsüber, wenn sie belichtet werden. Nachts verbrauchen auch Unterwasserpflanzen Sauerstoff, weshalb dann eine zusätzliche Belüftung sehr empfehlenswert sein kann (Luftpumpe). Der Beleuchtung des Aquariums kommt auch hinsichtlich des Pflanzenwachstums eine wichtige Rolle zu. Sie sollte aufgrund der oft tropischen Herkunft unserer Aquarienpflanzen etwa neun bis zwölf Stunden betragen. Nicht nur die Beleuchtungsdauer, sondern auch die Qualität der Leuchte, ist dabei wichtig. 

Die Aquarienpflanzen haben aber auch noch andere Ansprüche an die Wasserchemie, wenn sie gut gedeihen sollen. Wie alle anderen Landpflanzen auch, brauchen Unterwasserpflanzen nachts Sauerstoff und tagsüber Kohlendioxid, um wachsen zu können. Bei einer zusätzlichen Kohlendioxidversorgung werden die Karbonathärte und der pH-Wert allerdings immer mit beeinflusst. Daher empfiehlt es sich besonders, die Wasserwerte regelmäßig zu überprüfen und dabei zu beachten, dass diese Werte ganz normal im Tages- und Nachtverlauf schwanken.

Düngung von Aquariumpflanzen

Pflanzen sollten für ein prachtvolles Wachstum nie unter Spurenelement-Mangel wie z.B. Eisenmangel leiden. Viele Spurenelemente werden zwar beim regelmäßigen Teilwasserwechsel ergänzt, das reicht für prächtiges Pflanzenwachstum doch normalerweise nicht aus. Deshalb sollten Ihre Aquarienpflanzen regelmäßig mit speziellem Wasserpflanzendünger versorgt werden. Welcher Dünger es genau sein sollte, hängt oftmals von der Wasserpflanzenart ab.

Gute Wasserpflanzendünger sind hinsichtlich ihrer Düngestoffe und Spurenelemente so gut abgestimmt, dass sie das Produkt gemäß der Dosierungsempfehlung einsetzen können. Wenn ihre Aquarienpflanzen aber bereits Mangelerscheinungen zeigen, müssen sie vermutlich etwas stärker düngen, wobei sie eine Überdüngung aber auf jeden Fall vermeiden sollten. Antworten auf Fragen rund um das Thema Pflanzenpflege, finden Sie hier.

Starthilfe für Aquariumpflanzen

Es kann sich durchaus anbieten gebrauchsfertigen Bodengrund zu verwenden, in dem effektiver Langzeitdünger bereits beigemischt ist. Sie können bereits beim Einrichten des Aquariums in den Bodengrund Dünger einarbeiten oder auch gebrauchsfertige Bodengrundmischungen verwenden und darüber zum Beispiel eine Kiesschicht aufschichten. Tipp: Kürzen Sie vor dem Einsetzen der Aquarienpflanzen  deren Wurzeln und entfernen Sie alte Blätter.

Auch die Düngeschicht im Boden erschöpft sich früher oder später, kann aber zum Beispiel durch Düngepellets oder Düngetabletten aufgefrischt werden. Übrigens: Grundsätzlich ist es eine gute Idee, wurzelnde Aquarienpflanzen  eher in Kies als in Sand anzupflanzen, dort können die Nährstoffe besser zirkulieren, da hier die Nährstoff- und Wasserversorgung in der Regel besser und die Gefahr, dass sich sauerstofffreie Fäulniszonen entwickeln, geringer ist.

Aquariumpflanzen aus Kunststoff

So schön echte Aquarienpflanzen  sind – manchmal ist es nötig auf künstliche Aquarienpflanzen auszuweichen, wenn man eine ansehnliche Pflanzenwelt im Aquarium haben möchte. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man besonders zerstörfreudige Tiere hält. Manche Krebse und Fische buddeln und rupfen echte Aquariumpflanzen  gerne aus.

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AUTOR: Tetra GmbH
ERSTELLT AM: 01.03.2017