Haustiere helfen gegen Schulstress
Haustiere zu haben ist gut für das seelische Wohlbefinden. Das gilt auch und besonders für Schulkinder. Hunde, Fische und Co. helfen nicht nur besser mit dem Stress umzugehen, sondern wirken sich auch positiv auf die schulischen Leistungen aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Tetra in Großbritannien. Und: Es gibt noch mehr, was Eltern tun können, damit Kinder stressige Zeiten gut überstehen.
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Pöbelnde Mitschüler, ungeliebte Lehrer oder schwere Prüfungen – die Schule ist für Kinder nicht unbedingt ein Zuckerschlecken. Gut, wenn zu Hause ein tierischer Kumpel wartet, der sich die Sorgen und Nöte anhört. Wie sich das Haustier auswirkt und welche Effekte ihnen zugeschrieben werden, hat Tetra in einer großen Umfrage in Großbritannien ergründet. Dafür wurden 1.000 Eltern befragt, die Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren hatten.
Stress schlägt auf die Stimmung

Das Ergebnis: Über die Hälfte der Kinder fühlen sich durch ihren Schulalltag gestresst. Besonders im Alter von 9 bis 11 Jahren zeigten sich die Stresssymptome wie schlechte Stimmung (61 Prozent), erhöhte Anhänglichkeit gegenüber den Eltern (27 Prozent) oder dem Haustier (14 Prozent). Rund ein Drittel der Befragten gab an, dass ein Haustier ihrem Nachwuchs half, sich zu entspannen.

Zusätzlich schnitten die Kinder mit tierischem Begleiter im Schnitt 10 Prozent besser in der Schule ab und erfüllten eher die Erwartungen ihrer Lehrer. Auch im Umgang mit anderen zeigte sich die Wirkung der Haustiere: Kinder mit Tieren wurden als selbstbewusster und freundlicher beschrieben.

Beruhigende Wasserbewohner

Gerade Fische wurden von den Befragten für ihren stark beruhigenden Effekt geschätzt (51 Prozent). Gut fanden die Eltern auch, dass ihr Nachwuchs durch die Aquarienbewohner lernt, Verantwortung zu übernehmen (55 Prozent) und ihre kognitiven Fähigkeiten zu stärken (17 Prozent).

Diese Erfahrung kann Dr. Angharad Rudkin nur bestätigen. „Die Haltung von Fischen ist eine großartige und sichere Art und Weise sich mit der Welt der Haustiere vertraut zu machen“, so die Kinderpsychologin. So erwerben Kinder wichtige Fähigkeiten, die sie anschließend auch auf andere Bereiche des Lebens, wie etwa die Schule, übertragen könnten.

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Anti-Stress-Tipps
Es gibt noch andere Anzeichen, die Eltern Hinweise darauf geben können, dass ihr Kind zu viel Stress ausgesetzt ist. Dazu gehören zum Beispiel Einschlafprobleme, Kopf- und Bauchschmerzen und Schlappheit.  Dr. Angharad Rudkin hat ein paar Tipps parat, wie Sie als Eltern Ihre Kinder bei Stress unterstützen können:

    1. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seinen Stress, lassen Sie es wissen, dass diese Gefühle normal sind und vorüber gehen.
    2. Gerade in stressigen Zeiten brauchen Kinder die Unterstützung und Trost von ihren Eltern besonders. Versuchen Sie sich mehr Zeit für Ihr Kind zu nehmen und es auch mal mit heißem Kakao, dem Lieblingsessen oder gemeinsamen Bastelstunden zu verwöhnen.
    3. Auch Bewegung eignet sich hervorragend um Stress abzubauen. Gehen Sie mit Ihrem Nachwuchs an die frische Luft, spielen Sie Ballspiele mit ihm oder gehen Sie zusammen Spazieren.
    4. Legen Sie sich ein neues Hobby zu, das Sie gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs ausüben können. Ein Aquarium ist zum Beispiel eine gute Möglichkeit um auch eine ruhige Atmosphäre in Ihr Zuhause zu bringen. Außerdem lernt Ihr Kind wichtige Fähigkeiten wie Verantwortung. Dazu kommt, dass das Dekorieren der Unterwasserwelt Spaß macht, was wiederum Stress mindert.
AUTOR: Tetra GmbH
ERSTELLT AM: 08.09.2016
QUELLEN: Aquatic leaders Tetra and OnePoll, survey of 1.000 parents of 3-14 year old (men and woman) in the UK, Deutscher Heimtiermarkt 2015, Industriverband Heimtierbedarf (IVH)